Industrieunternehmen müssen ihre Produktion schnell an neue Produkte und Marktbedingungen anpassen. Derzeit kostet das Erstellen und Aktualisieren von Planungsdaten fast die Hälfte des gesamten Zeitaufwands. Verzögerungen führen zu teuren Stillständen und ineffizienten Entscheidungen. Der Engpass belastet Unternehmen, verzögert Innovationen, erhöht CO2-Emissionen und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit.
Ziele und Vorgehen
Das Forschungsteam entwickelt eine Plattform für digitale Fabrikzwillinge, die alle geometrischen und betrieblichen Daten in einer gemeinsamen Umgebung zusammenführt. Dazu sammeln die Forschenden 3D-Scans von Anlagen und Gebäuden und verbinden sie mit ERP- und MES-Informationen. Anschließend automatisieren sie die Datenaufbereitung, prüfen die Qualität und entwickeln so ein stets aktuelles Fabrikmodell. Auf dieser Basis programmieren sie Algorithmen, die automatisch bessere Layouts vorschlagen und deren Auswirkungen in Simulationen bewerten. Der Rücklauf aus den Simulationen fließt direkt in die Optimierung ein. Das Team demonstriert die Technologie in Labor und Feldpiloten, prüft Nutzen und spart Planungszeit. Abschließend liefert es Handlungsanleitungen und stellt die Lösung mit offenen Schnittstellen für die Industrie bereit.
Innovationen und Perspektiven
Durch die Verknüpfung von Echtzeitdaten und smarter Simulation eröffnet das Projekt neue Wege für Fabrikoptimierung, reduziert Kosten, beschleunigt Produktionsumstellungen und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Das Forschungsteam zielt darauf ab, Planung und Betrieb durchgängig und zukunftsfähig zu verbinden.
Projektinformation
Projektleitung
CONTACT Software GmbH
Wiener Str. 1-3
28359 Bremen
Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik (IGCV), Augsburg
Metroplan Production Management GmbH, Hamburg
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