DIE DEADLINE FÜR DEN AKTUELLEN CALL IST DER 2. NOVEMBER 2026 (17 UHR CET)
ITEA ist der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationscluster für Softwareinnovation der europäischen Forschungsinitiative EUREKA. Er ermöglicht es einer großen internationalen Gemeinschaft aus Großunternehmen, KMU, Start-ups, Hochschulen und Forschungsorganisationen im Rahmen geförderter Projekte zusammenzuarbeiten, um innovative Ideen zu verfolgen.
Im Rahmen von ITEA 4 fördert EUREKA vorwettbewerbliche, industriegetriebene Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen bi- und multilateraler internationaler Verbundvorhaben. ITEA 4 trägt dazu bei, die europäische Position im Bereich der Software-intensiven Systeme zu stärken und die Industrie- und Forschungspotenziale der beteiligten Länder zu bündeln.
Welche Themen werden gefördert?
- softwareintensive eingebettete Systeme (insbes. Cyber Physical Systems), echtzeitfähige, sicherheits-kritische Systeme, Cloud-Systeme der nächsten Generation (Edge-to-Cloud, Fog etc.),
- autonome Softwaresysteme und software-basierte Automatisierung,
- komplexe adaptive Softwaresysteme,
- stark datengetriebene, wissensbasierte bzw. „intelligente“ Systeme
- Nachhaltige und ressourcen-/energieeffiziente Softwaresysteme,
- Software Engineering selbst und neuartige Softwarewerkzeuge für das Systems Engineering.
Der Fokus bei allen Themen und Systemen liegt auf Softwareverlässlichkeit, Ausfallsicherheit (Safety), Qualität und Vertrauenswürdigkeit aber auch Anwendbarkeit/Usability sowie der Abdeckung des jeweilig zugehörigen, gesamten Softwarelebenszyklus.
Die FuE-Vorhaben können grundsätzlich einen Bezug zu allen einschlägigen ITEA4 Anwendungsfeldern bzw. Brachen aufweisen. Eine jeweils aktuelle Übersicht steht auf der ITEA4 Homepage zur Verfügung.
Ausgeschlossen wird jedoch eine Förderung mit jeweiligem Schwerpunkt in den folgenden Themen bzw. Branchen:
- Cybersicherheit (Engl. „Security“),
- Hardwareentwicklung bzw. hardwaregebundene/-nahe Softwareentwicklung,
- Gesundheit und Medizintechnik,
- Mobilität.
Die eingegangenen Projektskizzen stehen im Wettbewerb untereinander und werden insbesondere nach folgenden Kriterien bewertet:
- Bedeutung des Forschungsziels und fachlicher Bezug zur Förderrichtlinie,
- Qualität, Machbarkeit und Reife des wissenschaftlich-technischen Lösungsansatzes,
- Neuheit und Innovationshöhe des wissenschaftlich-technischen Konzepts,
- technologisches, gesellschaftliches und wirtschaftliches Potenzial,
- Produktrelevanz, Marktpotenzial, nachvollziehbarer Bedarf und Alleinstellung im Markt,
- Qualität und Umsetzbarkeit des Arbeits- und Verwertungsplans, Kommerzialisierungsperspektive,
- Breitenwirksamkeit und Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft (insbesondere über Beiträge zur Standardisierung),
- Qualifikation der Partner,
- Projektmanagement und Verbundstruktur (national und international), aktive Einbindung von KMU, Abdeckung der Wertschöpfungskette im nationalen und internationalen Verbund,
- Mehrwert aus der internationalen Zusammenarbeit und diesbezügliche Risikoplanung,
- Abschätzung der mit den wissenschaftlich-technischen Innovationen verbundenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen und Risiken.
Wer wird gefördert?
EUREKA fördert Teilverbünde aus Großunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen und Hochschulen, die die gesamte Innovationskette abbilden und von einem Unternehmen geleitet werden. Bei der Verbundbildung ist auf ein angemessenes Verhältnis zwischen deutschen Industrie- und Forschungspartnerinnen und -partnern zu achten. Der Arbeitsaufwand zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen/Hochschulen aus Deutschland sollte mindestens in einem Verhältnis von 2:1 stehen. Die deutschen Teilvorhaben müssen sinnvoll in internationale Gesamtvorhaben eingebunden sein. Der internationale Verbund soll die gesamte Wertschöpfungskette abdecken.
Wie läuft das Verfahren ab?
Aufgrund der internationalen Verzahnung finden Sie viele Informationen zu Stichtagen und dem europäischen Auswahlprozess der Projektskizzen auf der Website von ITEA.
Zusammenfassung des Förderverfahrens:
- Erste Stufe: Project Outline
Die „ITEA Project Outline (PO) Preparation Days“ bieten jedes Jahr – üblicherweise im September – die Möglichkeit, Projektideen zu diskutieren, per Poster vorzustellen und großzügige zeitliche und räumliche Einheiten für deren (Weiter-)Entwicklung zur nutzen. An einem Stichtag – normalerweise im November – müssen:
- die internationale Skizze im ITEA Portal hochgeladen und
- eine Kurzskizze des deutschen Teilvorhabens per E-Mail beim Projektträger eingereicht werden.
- Zweite Stufe: Full Project Proposal
Vorhaben, die von den nationalen und internationalen Gremien in der ersten Stufe positiv bewertet wurden, werden aufgefordert – normalerweise im Februar des Folgejahres – einen Vollantrag (Full Project Proposal, FPP) zu stellen. Hier ist folgendes zu beachten:
- Der internationale Vollantrag muss im ITEA Portal hochgeladen werden und
- die überarbeitete sechsseitige Zusammenfassung per Email an den Projektträger gesendet werden.
- Dritte Stufe: nationale Antragstellung
Wurde ein Projekt sowohl vom Eureka-Cluster, als auch vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) positiv bewertet, so kann das deutsche Konsortium aufgefordert werden, nationale Förderanträge zu stellen. Projektstart für geförderte Projekte ist üblicherweise etwa ein Jahr nach Einreichung der Project Outline.
Weitere Informationen rund um die PO-Days, Informationen zu vorgestellten Projektideen und Länderinformationen finden sich auf den entsprechenden Webseiten von ITEA (https://itea4.org/podays2026/national-priorities-eligibility-criteria-and-funding-outlook-2026.html).
Bitte beachten Sie, dass bei deutscher Beteiligung ebenfalls eine Kurzfassung der Skizze in deutscher Sprache einzureichen ist.