SyReal

Synthetisierung von realistischen Daten für anwendbare Künstliche Intelligenz in der Medizin

Motivation

Erzeugung von synthetischen Daten für Künstliche Intelligenz

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt mit der Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Erzeugung von synthetischen Daten für Künstliche Intelligenz“ interdisziplinäre und anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu fördern. Das Ziel der Förderrichtlinie ist es, neue Methoden zur Erzeugung synthetischer Daten für die Erstellung und Validierung von KI Modellen zu entwickeln bzw. schon vorhandene Methoden zu verbessern oder auch gegebene personenbezogene Datenbestände zu anonymisieren. Durch die Maßnahme soll die Spitzenposition Deutschlands im Bereich KI gesichert und weiter ausgebaut werden. Die Förderung von Verbundprojekten soll hierbei den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zum Vorteil beider Parteien verstärken.

Synthetische Daten für Künstliche Intelligenz in der Medizin

Bereits heute sind Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Lage, beispielsweise MRT-Aufnahmen eines Gehirns oder mikroskopische Aufnahmen von Gewebeschnitten auszuwerten und einen Tumor bzw. Tumorzellen zu erkennen. Originalaufnahmen enthalten jedoch oft Störungen, z. B. weil sich ein Patient im MRT bewegt. Derartige Störungen werden in der Fachsprache als Bildartefakte bezeichnet und stellen eine große Herausforderung bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Methoden in der Medizin dar. Ein Hauptproblem dabei ist, dass aus Datenschutzgründen häufig zu wenige Patientendaten vorhanden sind. Ein weiteres Problem ist, dass Vorhersagen von KI-Algorithmen für den Nutzer oft nicht interpretier- und nachvollziehbar sind. Diese Einschränkung in der Interpretierbarkeit kann ein Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse verhindern sowie störende Einflüsse und Stichprobenverzerrungen verdecken, also zu ungültigen Ergebnissen führen.

Ziele und Vorgehen

Das Vorhaben „SyReal“ geht diese Probleme an, indem realistische medizinische Bilddaten erzeugt werden um die Entwicklung von KI Anwendungen in der Medizin zu ermöglichen, die transparent, verlässlich sicher sind. und Hierbei werden verschiedene Bildartefakte in den künstlichen Daten abgebildet. Das Ziel ist es, dass diese Bildartefakte eliminiert, bestehende Bilder verändert oder neue Artefakte eingefügt werden können. Damit werden KI-Anwendungen weniger anfällig für Fehler. „SyReal“ soll dabei unterstützen, dass in der Medizin anwendbare KI entwickelt und neue KI gestützte Produkte validiert werden können. Damit entlastet das Projekt auch das deutsche Gesundheitssystem. Das Vorhaben ist darauf fokussiert, realistische Bilddaten im Bereich der Magnetresonanz und der Gewebeschnitte zu erzeugen. Die Ergebnisse sollen anderen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Verfügung gestellt werden. Im Anschluss an das Projekt kann die Erzeugung auf weitere medizinische Bilddatentypen, wie z.B. Röntgenbilder, Computertomographie oder Ultraschall, ausgeweitet werden.

Innovationen und Perspektiven

Projektinformation

Projektleitung

Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH
Prof.-Dr.-Helmert-Straße 2-3
14482 Potsdam

Volumen

1.530.379 €

Laufzeit

09/2021 – 08/2023

Projektpartnerinnen und -partner

  • Hasso-Plattner-Institut für Digital Engineering gGmbH
  • Fraunhofer Heinrich Hertz Institut
  • Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • ImFusion GmbH
  • Aignostics GmbH