MASA

Sprachmodelle für deutsche und taiwanesische Dialekte

Motivation

Die meisten Sprachassistenten verstehen nur Hochdeutsch oder Englisch. Sie können häufig weder Dialekte, noch kulturelle Sprachnuancen verarbeiten. Um Inklusion und digitale Teilhabe zu gewährleisten, gilt es, entsprechende Sprachmodelle zu entwickeln.

Ziele und Vorgehen

Die Forschenden aus Deutschland und Taiwan erstellen jeweils umfangreiche Datensätze mit Aufnahmen unterschiedlicher regionaler Dialekte. Dazu sammeln sie tausende von Aufnahmestunden und ergänzen sie mit Angaben zur Stimmung und Region. Mit diesen Datensätzen trainieren sie auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Modelle, Sprache in Text zu übersetzen und Gefühle zu erkennen. Dabei ordnen sie jede Dialektgruppe einem eigenen Spezialmodul zu. Ein Test mit echten Dialogen hilft dabei, die Technologie zu optimieren. Der dabei entstehende Demonstrator soll zudem Nutzerfeedback automatisch verarbeiten und seine Ergebnisse so weiter verbessern können. Die Forschenden veröffentlichen das trainierte Modell, sodass es beispielsweise zur Verbesserung von Kundenservice, Barrierefreiheit und Bildung genutzt werden kann.

Innovationen und Perspektiven

Im Rahmen des Projekts entstehen umfangreiche Dialektdaten und entsprechend trainierte KI-Modelle. Darauf können Forschende aufbauen, KI-Lösungen zur Marktreife bringen und weitere Sprachregionen erschließen. Mögliche Einsatzgebiete sind die Bereiche Bildung, Gesundheit und personalisierte Assistenzsysteme im Alltag.

Projektinformation

Projektleitung

Klinikum der Technischen Universität München
Ismaninger Str. 22
81675 München

Volumen

0,48 Mio. € (davon 0,48 Mio. € (100%) Förderanteil durch BMFTR)

Laufzeit

09/2026 – 08/2029