WestAI

Service Center for Artificial Intelligence

Motivation

In den letzten Jahren wurden bedeutende Fortschritte in der KI-Forschung erzielt, welche die Entwicklung von neuen Produkten und Serviceangeboten erlauben. Damit wird es möglich, auch Aufgaben zu automatisieren, die ein Verständnis von komplexen Inhalten und Zusammenhängen voraussetzen. Die dafür benötigte Technologie basiert unter anderem auf sehr großen KI-Modellen, die aus mehreren hundert Milliarden Parametern bestehen können. Aufgrund der dafür nötigen immensen Rechenleistungen können solche Modelle von vielen deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen nicht selbst erstellt oder genutzt werden. Somit besteht ein hoher Bedarf, den Einsatz dieser KI Technologien in der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern.

Ziele und Vorgehen

Das WestAI-Servicezentrum stellt Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft den Zugang zu KI Modellen und KI-Recheninfrastrukturen zur Verfügung. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sollen damit auf aktuelle KI-Technologien und Serviceleistungen zugreifen können. Dazu gehören auch Beratungsdienstleistungen für den erfolgreichen KI-Einsatz, entsprechende Schulungen sowie die Förderung von KI-Nachwuchs. Der wissenschaftliche Schwerpunkt liegt auf Arbeiten zu großen und übertragbaren KI-Modellen, insbesondere in der Bild- sowie Audioverarbeitung und ihrer Implementierung auf unterschiedlicher Hardware sowie ihrer Kompression. Die Ergebnisse dieser Forschungen werden direkt in die Serviceangebote einfließen. Für den Aufbau und Betrieb des Servicezentrums hat sich ein Konsortium aus Wissenschaftseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen formiert: hervorzuheben sind die in Deutschland großen Rechenkapazitäten des Forschungszentrums Jülich (FZJ) und der RWTH Aachen sowie die Anbindung an das KI-Kompetenzzentrum Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz.

Innovationen und Perspektiven

Die starke Vernetzung der Partner über KI-Netzwerke und die Anknüpfungsmöglichkeiten an etablierte Kommunikationsnetze sind eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Etablierung des Servicezentrums, eine breite Nutzung des Dienstleistungsangebots sowie ein Transfer der entwickelten Technologien in Wirtschaft und Wissenschaft.

Projektinformation

Projektleitung

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Friedrich-Hirzebruch-Allee 5
53115 Bonn

Volumen

14,9 Mio. €, BMBF-Förderung: 17,9 Mio. € (inkl. PP)

Laufzeit

11/2022 – 12/2027

Projektpartnerinnen und -partner

Forschungszentrum Jülich GmbH Fraunhofer Gesellschaft e.V. RWTH Aachen Technische Universität Dortmund Universität Paderborn