Viele mittelständische Betriebe nutzen Roboter zur Automatisierung ihrer Produktionsabläufe. Die Programmierung der Software ist jedoch nicht nur zeitaufwändig und kostenintensiv, sondern erfordert zudem Fachkräfte mit Programmierkenntnissen. Um die Wettbewerbsfähigkeit von KMU zu stärken, sind einfach zu bedienende, kostengünstige Lösungen erforderlich.
Ziele und Vorgehen
Das Projektteam entwickelt ein Softwarepaket, das Unternehmen ohne Programmierkenntnisse einsetzen können. Dazu gehört eine grafische Oberfläche, in der Bedienende ihre individuellen Pfade per Drag-and-Drop definieren können. Auf Basis dieser Anforderungen generiert die Software den Code für gängige Robotersteuerungen. Über eine Schnittstelle steuern digitale Zwillinge die Roboter in Echtzeit an. Entsprechende Algorithmen vermeiden Kollisionen und helfen beim Energiesparen. Das Team testet die Lösung an zwei Demonstrationsanlagen: einem schnellen Pick-and-Place-Roboter und einem robusten Kommissionierer. Sie sammeln Messdaten, passen Modelle an und optimieren die Berechnungen. Sie veröffentlichen die Ergebnisse, fördern deren Weiterentwicklung und ermöglichen eine breite industrielle Adaption. Mithilfe von Schulungen ermöglichen sie den Anwendenden einen schnellen Einstieg.
Innovationen und Perspektiven
Die Forschenden schaffen ein Tool, das die Programmierung von Robotern vereinfacht und Echtzeit-Optimierung ermöglicht. Industriepartner im Fertigungssektor, die das System adaptieren, steigern dadurch ihre Produktivität, Nachhaltigkeit und globale Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig können Forschungsteams auf den Ergebnissen aufbauen.
Universität Stuttgart - Fakultät 7 Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik - Institut für Technische und Numerische Mechanik (ITM), Stuttgart
robomotion GmbH, Leinfelden-Echterdingen
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