Lieferengpässe, Energiepreisschwankungen und weitere unerwartete Störungen können negative Auswirkungen auf die Produktivität und Kosteneffizienz von Industrieunternehmen haben. Um deren Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu garantieren, wollen die Forschenden Werkzeuge entwickeln, mit denen sich Risiken besser abschätzen lassen. Dazu zählen digitale Zwillinge, automatisierte Tests und intelligente Planungssysteme. Diese Maßnahmen sollen die Widerstandsfähigkeit von Produktionsanlagen erhöhen und stabile Lieferketten sichern.
Ziele und Vorgehen
Das Forschungsteam entwickelt eine offene Softwareplattform mit digitalen Zwillingen von Produktionsanlagen, auf der sich Störungen simulieren lassen. Dazu gehört eine Technologie, die gezielt Fehler in virtuellen Produktionsmodellen erzeugen kann. Parallel programmieren die Forschenden ein auf Künstlicher Intelligenz (KI) basiertes Planungstool, das bei auftretenden Störungen sofort Gegenmaßnahmen einleitet. Sie prüfen die Komponenten in Laborfabriken und testen sie anschließend bei drei Unternehmen aus Kosmetik, Maschinenbau und Verpackung, die damit ihre Prozesse vorhersehen, Ausfälle reduzieren und Kosten senken sollen. Das Team unterstützt die Integration in bestehende IT-Umgebungen, schult Bedienende und dokumentiert die erzielten Verbesserungen. Jede Testphase liefert Daten, die das System optimieren. Abschließend stellt es die Plattform als Clouddienst bereit.
Innovationen und Perspektiven
Die Forschenden entwickeln digitale Zwillinge, Störsimulationstechnologien und KI-Planungstools, mit denen Unternehmen sofort auf Störungen reagieren können und so ihre Produktionssicherheit steigern. Durch die Bereitstellung offener Schnittstellen unterstützen sie Forschung, fördern Start-ups und stärken Europas digitale Wettbewerbsfähigkeit.
Projektinformation
Projektleitung
Technische Universität Darmstadt – Fachbereich Maschinenbau – Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen
Otto-Berndt-Str. 2
64287 Darmstadt
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