AMADEUS

KI-basiertes Arbeitsschutzmanagement

Motivation

Arbeitsschutz zielt darauf ab, Beschäftigte vor Gefahren und gesundheitlichen Schäden zu bewahren. Kleine und mittlere Unternehmen haben jedoch häufig keine ausreichenden personellen, finanziellen oder zeitlichen Ressourcen, um regelmäßig die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsschutzunterweisungen durchzuführen. Dies erhöht das Risiko für Unfälle und reduziert die Produktivität. Es gilt, Arbeitsschutzaufgaben zu automatisieren.

Ziele und Vorgehen

Das Forschungsteam entwickelt eine auf Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Plattform, die Arbeitsschutzaufgaben automatisiert. Zuerst sammeln und anonymisieren die Forschenden Daten aus Gefahranalysen, Unfallberichten und Betriebsanweisungen. Dann trainieren sie spezialisierte Sprachmodelle, deutschsprachige Dokumente zu verstehen und zu prüfen. Parallel bauen sie ein Agentensystem, das einzelne Aufgaben wie Dokumentenprüfung, Meldungen oder Schulungsplanungen dynamisch koordiniert. Die dabei entstehenden Demonstratoren testet das Forschungsteam in fünf kleinen Unternehmen. Es sammelt Feedback und verbessert die Funktionen. Ziel ist, die Dokumentenerstellung um mindestens zwanzig Prozent zu beschleunigen, Fehler zu reduzieren und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zu sichern. Alle Ergebnisse werden veröffentlicht. Das Team bietet Schulungen an, erstellt Handbücher, unterstützt Unternehmen bei der Integration und plant langfristige Wartungsservices.

Innovationen und Perspektiven

Das Projektteam kombiniert kleine Sprachmodelle mit einem flexiblen Agentensystem, das in Echtzeit Aufgaben verteilt. Die Forschungsergebnisse ermöglichen neue Produkte und offene Standards. Sie können von Unternehmen, Software‑Entwickelnden und Bildungseinrichtungen weitergenutzt werden. So fördern sie nachhaltig digitale Innovationen im Arbeitsschutzbereich.

Projektinformation

Projektleitung

Deep Care GmbH
Königsallee 43
71638 Ludwigsburg

Volumen

1,53 Mio. € (davon 1,03 Mio. € (67%) Förderanteil durch BMFTR)

Laufzeit

05/2026 – 10/2028

Projektpartnerinnen und -partner

August-Wilhelm Scheer Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH, SaarbrückenBG prevent GmbH - Abteilung Innovationsmanagement, Bonn