MAISS

Intelligente Verkehrssysteme der Zukunft sicher vernetzen

Motivation

Die Mobilität wird immer autonomer, intelligenter und vernetzter: Straßen- und Schienenfahrzeuge beinhalten zunehmend auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Komponenten und bilden ein vernetztes sicherheitskritisches System. Damit intelligente Verkehrssysteme sicher zusammenarbeiten, ist eine durchgängige Absicherung der KI-basierten Systems-of-Systems (SoS) erforderlich. Eine einheitliche Methodik erhöht die Resilienz von vernetzten sicherheitskritischen Systemen und damit den beschleunigten Einsatz vertrauenswürdiger KI-basierter Funktionen.

Ziele und Vorgehen

Das Projektteam entwickelt ein mehrstufiges Konzept für resiliente, sicherheitskritische und KI-basierte Systeme im Mobilitätsbereich. Dieses System-of-Systems optimiert die digitale Vernetzung von Fahrzeugen und Drohnen mit ihrer Infrastruktur und beinhaltet Strategien, die deren Operabilität, Resilienz und Sicherheit gewährleisten. Dazu entwickeln die Forschenden Verfahren, mit denen sich Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Kooperationsfähigkeit einzelner Komponenten, Systeme und Agenten dynamisch bewerten lassen. Dabei entsteht ein besonders umfassendes, realitätsnahes und sicherheitsorientiertes Modell, das sowohl die funktionalen als auch die sicherheitsrelevanten Aspekte des Vernetzungssystems abbildet. Um Simulation, Analyse und Optimierung zu ermöglichen, bindet das Konzept virtuelle Abbilder der realen Systeme (digitale Zwillinge) ein. Zur Evaluation der Wirksamkeit testen die Forschenden die erarbeiteten Methoden in Simulationen sowie in realen Umgebungen.

Innovationen und Perspektiven

Projektergebnis ist ein Rahmenwerk, das die Entwicklung, Überwachung und Absicherung hochkomplexer, KI-getriebener SoS nachhaltig unterstützt. Es lässt sich auf sicherheitskritische Domänen wie Logistik, ÖPNV und Luftfahrt übertragen.

Projektinformation

Projektleitung

Robert Bosch GmbH
Robert-Bosch-Campus 1
71272 Renningen

Volumen

8,25 Mio. € (davon 6,7 Mio. € (81%) Förderanteil durch BMFTR)

Laufzeit

10/2026 – 09/2029

Projektpartnerinnen und -partner

  • Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme (IKS), München
  • Humboldt-Universität zu Berlin - Lehrstuhl Software Engineering, Berlin
  • Technische Hochschule Ingolstadt - AImotion Bavaria, Ingolstadt
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. - Institut Systems Engineering für zukünftige Mobilität, Oldenburg
  • Mercedes-Benz AG, Böblingen
  • Technische Universität München - Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik - Lehrstuhl für Software Engineering, München
  • MORAI GmbH, München