Software, die Industrieanlagen steuert, ist hochkomplex. Zumeist ist sie in einer speziellen Programmiersprache geschrieben, die zeitaufwändig und fehleranfällig ist. Gleichzeitig müssen Unternehmen gemäß EU-Regeln die Erfüllung von Sicherheitsvorgaben nachweisen. Damit sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, bedarf es eines Werkzeugs, das den Programmier- und Dokumentationsaufwand reduziert.
Ziele und Vorgehen
Das Forschungsteam entwickelt einen intelligenten Assistenten, der Betrieben Textvorschläge für die Programmierung ihrer Steuerungssoftware liefert und gleichzeitig prüft, ob der Code sicher ist. Dazu sammelt das Team bestehende industrielle Steuerungssoftware und trainiert damit eine Künstliche Intelligenz (KI). Die Forschenden passen ein großes Sprachmodell (LLM) an die spezielle Sprache der Industrie an und erstellen ein Analysemodul, das Schwachstellen im Code erkennt. Beide Bausteine integrieren sie in gängige Entwicklungsumgebungen, sodass Entwickelnde später per Klick Vorschläge für die Programmierung und Rückmeldung zur Sicherheit des Codes erhalten. Das Team testet die Lösung in vier realen Anwendungsfeldern und verbessert sie iterativ. Feedback fließt sofort ins System zurück.
Innovationen und Perspektiven
Die Forschenden verbinden KI-gestützte Codeerstellung mit automatischer Sicherheitsprüfung. Die Ergebnisse könnten in anderen Branchen eingesetzt, weiterentwickelt und als Lizenz oder Open Source-Modul verbreitet werden. Gleichzeitig ermöglichen sie schnellere Innovationen in Produktionsbetrieben weltweit.
Projektinformation
Projektleitung
Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik (IEM)
Zukunftsmeile 1
33102 Paderborn
Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik (IEM), Paderborn
CODESYS Development GmbH, Kempten
Festo SE & Co. KG, Esslingen am Neckar
Robert Bosch GmbH, Blaichach
WP Kemper GmbH, Rietberg
Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, Detmold
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