Digitale Zwillinge für mehr Sicherheit bei Großevents
Motivation
An Veranstaltende von Großevents werden hohe Sicherheitsanforderungen gestellt. Insbesondere hinsichtlich der Planung von Fluchtwegen und der Einhaltung der Barrierefreiheit gilt es, zahlreiche Vorschriften einzuhalten. Eine digitale Unterstützung könnte Planungen schnell und automatisiert prüfen und so Verzögerungen und Kosten vermeiden.
Ziele und Vorgehen
Das Forschungsteam entwickelt ein modulares System, das Veranstaltungsgelände per Drohne, 360-Grad-Kamera und Laser-Scanner erfassen kann. Mithilfe von auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Algorithmen erkennt das System automatisch Rampen, Poller und Engstellen und visualisiert sie auf einer leicht bedienbaren Oberfläche. Die Messdaten gleicht es dabei zeitnah mit Geländeplänen, Bauregelvorgaben und Barrierefreiheitsnormen ab. Dadurch können Veranstalter während des Aufbaus und Betriebs Abweichungen sofort erkennen und korrigieren. Das Team testet die Lösung auf mehreren Festivals, Märkten und Messen. Es sammelt Feedback, optimiert die Software und erstellt Schulungsunterlagen. Ziel ist ein marktreifes Produkt, das ab 2030 als Service und Lizenz verfügbar und weltweit einsetzbar ist.
Innovationen und Perspektiven
Das Forschungsteam kombiniert Drohnen-Erfassung, KI-Erkennung und Normabgleich in einer Plattform. Das Tool verbessert Sicherheit, Effizienz und Planung von Großveranstaltungen und lässt sich auch auf das Management von Baustellen und Smart-City-Projekten übertragen.
Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik - Ernst-Mach-Institut (EMI), Freiburg
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