Um eine methodische und technologische Basis für künftige IKT-Anwendungsszenarien in Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen, fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die explorative Erforschung komplexer Querschnittstechnologien und die integrative Entwicklung konvergenter Softwarelösungen. Ziel ist es, den Forschungstransfer zu stärken und die technologische Souveränität Deutschlands in der IKT-Forschung auszubauen.

Das BMFTR fördert basisorientierte Forschungsprojekte und Technologieallianzen, die sich grundlegenden, innovationsorientierten Fragestellungen der IKT-Forschung widmen:

  • Basisorientierte Projekte zielen auf die Entwicklung neuer Methoden, Technologien und Softwarewerkzeuge und leisten Beiträge zur langfristigen akademischen Vorlaufforschung.
  • Technologieallianzen fokussieren auf die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft, um vorhandene Insellösungen zu integrieren und interoperable Querschnittstechnologien zu entwickeln.

Welche Themen werden gefördert?

Die Vorhaben sollten langfristige und grundlegende Herausforderungen der IKT adressieren, insbesondere in Bereichen, in denen Innovationen stark von IKT abhängen oder die ohne sie nicht möglich wären. Der Fokus liegt auf Softwaresystemen und Künstlicher Intelligenz, mit Themen wie der Verbesserung von Adaptivität, Resilienz, Interoperabilität und Standardisierung komplexer Systeme. Vorhaben mit den Schwerpunkten Mikroelektronik oder Kommunikationstechnik sind nicht förderfähig. Darüber hinaus sollen Querschnittsbeiträge zur digitalen Transformation wie Kooperationsmodelle, rechtliche Rahmenbedingungen und ökologische Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Neben Themen aus der IKT-Wirtschaft können auch Themen aus anderen Anwendungsfeldern wie Maschinenbau, Mobilität, Medizintechnik, Verwaltung oder Nachhaltigkeit gefördert werden.

Wer wird gefördert?

Basisorientierte Forschungskonsortien setzen sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und/oder anderen Institutionen zusammen, die Beiträge zur wissenschaftlichen Grundlagenarbeit leisten. In Ausnahmefällen können auch Verbünde mit Forschungspartnerinnen und -partnern aus der Wirtschaft teilnehmen.

Technologieallianzen sind breite Verbundprojekte aus Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Eine Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) ist hierbei zwingend erforderlich.

Wie läuft das Förderverfahren ab?

Über das Portal easy-Online können Sie jederzeit eine maximal 15-seitige Projektskizze einreichen. Die Skizze sollte die inhaltlichen und formalen Vorgaben laut Bekanntmachung berücksichtigen und u. a. folgende Aspekte klar darstellen:

  • Ziele
  • Innovationsgehalt
  • Forschungsansatz
  • Arbeitsplan
  • geplante Zusammenarbeit im Verbund

Nach einer Bewertung anhand der in der Bekanntmachung angegebenen Kriterien werden Vorschläge für die zweite Stufe ausgewählt. Wenn Ihre Skizze überzeugt, werden Sie zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert. In dieser Phase konkretisieren Sie Ihre Planung, zum Beispiel die Arbeitspakete, Meilensteine, Ressourcen und Verwertungsstrategien. Nach abschließender Prüfung der Unterlagen wird über eine Förderung entschieden.